Noch eine Dezimaluhr, diesmal mit „C“

Richtig. Denn im Englischen wird Dezimal mit „C“ geschrieben. Und diese Wanduhr hat ein Kunde aus England bestellt. Zuerst mache ich eine Zeichnung im Maßstab 1:2, die mit dem Auftraggeber abgestimmt wird.

Dann muss ich die Räder passend abdrehen. Die Räder sind Zulieferteile, aber alle viel zu dick.

Danach sehen Maschine und Werkstatt wieder aus wie Sau. Kunststoff zu drehen ist eine ziemliche „Sauerei“.

Danach ist erst mal Putzen angesagt.

Die beiden Stundenräder brauchen noch einen sogenannten Flitter, um die Höhenluft zu begrenzen.

Dann setze ich die Räder zwischen zwei Acryglasscheiben.

Die Zeiger fräse ich aus Aluminium, damit sie nicht zu schwer werden und lege sie auf einen 1:1 Ausdruck. Die Länge passt.

Während das Zifferblatt beim Drucker ist, kann die Uhr schon mal etwas zur Kontrolle laufen. Auch die Zeiger werden in der Zwischenzeit lackiert.

Das Zifferblatt ist fertig, die Zeiger werden jetzt aufgesetzt. Die Schrauben tausche ich zum Schluss noch gegen Schrauben mit weißen Köpfen aus.

Und dann setze ich alles in das vorbereitete Gehäuse. Das misst 30 cm im Durchmesser.

Um den unschönen „Bilderrahmeneffekt“ zu vermeiden, habe ich vier Abstandshalter auf der Rückseite angebracht.

Dadurch liegen Uhr und Werk nicht flach an der Wand, sondern stehen etwa 2-3 mm ab. So kann die Luft auch hinter die Uhr ziehen und es bilden sich keine „Staubränder“ um den Reif.

Nachdem alles läuft, habe ich mal ein kleines Video gemacht. Dazu habe ich über eine Stunde lang alle 30 Sekunden ein Fotogemacht und daraus das Video zusammengesetzt. Hier ist es zu sehen.

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Arbeit. Der Kunde wird auch zufrieden sein mit seiner individuell gefertigten Wanduhr mit dezimaler und sexagesimaler Zeitanzeige.