der Werkhaltering, kurz WHR

Auch so ein kleines und scheinbar nebensächliches Teil will gefertigt werden. Und der Ring muss genauso maßhaltig sein wie die anderen Gehäuseteile. Der WHR sorgt dafür, dass das Werk mittig und fest im Gehäuse sitzt. Der Außendurchmesser darf nur wenige 100stel kleiner sein als der Innendurchmesser des Gehäuses. Sonst wackelt das Werk, wenn die Krone gezogen wird. Also die Drehmaschine putzen und los geht’s. Erst der innere Durchmesser, in den nachher das Werk genau passen muss. Ein Ansatz für die Werkhalteschrauben, die Außendurchmesser und auf Länge anstechen.

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Auf einer anderen Drehbank von vorne noch einen zweiten Ansatz eindrehen, damit das Werk mit der Vorderkante abschließt. Erste Anprobe mit Werkhalteschrauben, passt. Auch vorne schließt das Werk bündig mit dem WHR ab, so kann sich das Zifferblatt später nicht durchbiegen.

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Jetzt noch die scharfen Kanten entgraten.

Autsch, ich meinte, die sehr scharfen Kanten

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Der nächste Arbeitsgang auf der Fräse. Mit einem sehr dünnen Kreissägeblatt werden zwei Schlitze in den WHR geschnitten. Die so entstehenden „Brücken“ werden später etwas nach oben gebogen und dienen als Federn, um das Werk mit Ring sicher im Gehäuse zu fixieren.

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Die selbe Maschine, die nächste Spannung. Die Schlitz für die Aufzugwelle wird eingefräst.

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Damit die Teile nicht anlaufen werden sie noch vernickelt.