Werkmontage

Nachdem ich nun (fast) alle Teile soweit vorbereitet habe, geht es an die Montage. Die komplett zerlegten Werke müssen wieder montiert werden.

werk1

Vorher muss ich aber noch die recht schmucklosen Aufzugräder mir      einem schönen Schliff versehen. Zuerst die kleinen Kronräder. Diese      bekommen einen einstufigen Schliff.

werk2 werk3

Die Sperrräder werden zuerst leicht angeschliffen. Dann mit einer Art Sonnenschliff versehen. Erst bei der zweiten Stufe bekommen sie diese schönen „Schweife“, die bei unterschiedlichem Lichteinfall schimmern.

werk4 werk5 werk6

Ich mache immer ein paar mehr als erforderlich. Die nun blanken und ungeschützten Oberflächen werden dann noch versiegelt. Zum Schutz vor Korrosion.

werk7

Nun habe ich alles zusammen und kann beginnen.

werk8

Zuerst presse ich den Stift ein, mit dem das neue Zeigerwerk gelagert wird. Hier mal ein Größenvergleich.

werk9

Von innen in die Ausdrehung des Federhauses.

werk10 werk11 werk12 werk13

Dann montiere alles auf der Zifferblattseite.

werk14

Zuerst die Aufzugwelle mit Kupplungsrad und Kupplungstrieb

werk15

Dann die restlichen Teile für den Aufzug und die Zeigerstellung.

werk16 werk17

Einmal in Zeigerstellung ziehen, um die Schrägverzahnung zu fetten.

werk18

Die gereinigten und frisch geölten Stoßsicherungsteile. Deckstein und Lochstein.

werk19 werk20

Zum Schluss noch die beiden Zifferblattschrauben. Dafür sind im Werkhalter extra Aussparungen.

werk21 werk22

Weiter geht es auf der anderen Seite. Die Räder einsetzen, die Brücke auflegen. Die Räderzapfen einfädeln und die Brücke festschrauben.

werk23 werk24 werk25

An die Zugfeder tue ich etwas dünnes Fett. Dann erwärme ich das Federhaus mit der Feder etwas. Das Fett wird flüssig und zieht sich schön zwischen die Federumgänge. Dann den Deckel aufpressen und den Federkern ölen.

werk26 werk27 werk28

Das Federhaus einsetzen und die Brücke aufschrauben

werk29 werk30

Dann die Sperrfeder einlegen (Achtung Fluchtgefahr) und die                   Sperrklinke aufschrauben

werk31

Den Kronradring etwas fetten und die vorbereiteten Aufzugräder aufschrauben. Jetzt kann ich das Federhaus etwas aufziehen und sehen (und hören), ob die Räder frei laufen.

werk32 werk33

Die Schrauben bearbeite ich ja immer ganz zum Schluss. Nur die Schraube für den Ankerkloben habe ich vorab schon gebläut, weil ich an die später nicht mehr so gut drankomme

werk34

Den Anker einlegen, den Kloben aufsetzen und festschrauben

werk35 werk36 werk37

Den Unruhkloben muss ich noch montieren. Die Stoßsicherungsschale mit Spiralträger und Rückerzeiger eindrücken und verpressen. Und zwar so stark, dass sich beide noch bewegen lassen, aber nicht zu leichtgängig sind.

werk38 werk39 werk40 werk41

Die Unruh einlegen, den Befestigungsstift festschrauben und den Spiralschlüssel schließen.

werk42 werk43

Die Unruh einbauen und schauen, ob die Spirale schön flach liegt. Tut sie nicht, ich muss die Befestigung noch etwas tiefer in den Träger      drücken.

werk44 werk45

So ist es besser. Die Spirale muss auch mittig im Schlüssel liegen, das kann ich aber nicht so richtig fotografieren.

werk46

Dann noch das obere Unruhlager ausbauen. Einen ganz kleinen Tropfen Öl auf die flache Seite des Decksteins geben und ein noch kleineres Tröpfchen an den Lochstein. Dann beide Teile einbauen.

werk47 werk48 werk49

Zum Schluss noch das Viertelrohr aufsetzen. Das muss ich noch einmal abnehmen und bearbeiten. Aber so ist es erst mal an seinem Platz und kann nicht verloren gehen.

werk50

Jetzt eine Kontrolle auf der Zeitwaage. Dabei achte ich noch nicht auf die Ganggenauigkeit, sondern erst mal auf eine gute Amplitude und darauf, dass sich die Lagerdifferenzen im Rahmen halten.

werk51 werk52

Wenn alles passt, kommen die Werke in eine Plastikkapsel. Damit die empfindlichen Oberflächen nicht beschädigt werden können.

werk53 werk54

Damit ist das erste fertig, 19 Stück folgen noch.

werk55

Aber auch diese Arbeit ist ja irgendwann getan.

werk56

In der Zwischenzeit hat mein „wortkarger“ Mitarbeiter ein Tablett mit Zifferblättern gefräst. Damit geht es dann nächste Woche weiter.

werk57

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code