neues Zeigerwerk, Teil 3

Während die Zifferblätter beim Bedrucken sind, muss ich noch die Viertelrohre umarbeiten. Das Minutenrohr steht 1,3 mm über. Hier gemessen an einem anderen Werk.

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Da kein Mittelloch im Blatt ist und die neuen Zeigerwerksräder 0,8 aufbauen, sind das 0,5 mm zu viel. Ich muss das Minutenrohr also etwas kürzen, zur Sicherheit um 0,7 mm. Für diese Arbeit habe ich mir extra eine Spannzange passend ausgedreht, um über das Trieb zu spannen. Aber: Stahl auf Stahl geht wohl nicht, wie bereits der erste Versuch zeigt.

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Vor längerer Zeit habe ich mal für ein anderes Projekt eine Aufnahme aus Messing gedreht. Da werden die Minutenrohre eingeschraubt.

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Ist zwar etwas aufwändiger, aber damit kann ich die Werkstücke sicher spannen. Zuerst kürze ich um 0,7 mm, dann muss ich noch den oberen Ansatz etwas abdrehen, 0,1 mm reicht.

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Hier ein Bild vorher – nachher

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Das neue Zeigerwerk muss ja auch angetrieben werden, dazu presse ich ein neues Trieb auf das Minutenrohr.

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Dies treibt dann das Wechselrad und die Zeigerräder an. Das Wechselrad ist auf einem Exenter gelagert, mit dem ich das Zahnspiel einstellen kann. Je weniger, desto besser.

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Zuviel Zahnspiel

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So passt es.

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Jetzt schnell wieder den Deckel auf die Dose, damit kein Staub reinkommt.

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Jetzt muss ich aber noch etwas an den Gehäusen machen. In die Mittelteile kommen noch Gewindehülsen für die Schrauben, mit denen später der Boden befestigt wird. Diese Hülsen sind aus Neusilber. Darin halten die Schrauben besser als im Edelstahl. Und wenn mal ein Gewinde „überdreht“ wurde, kann die Hülse getauscht werden.

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Für den hinteren Ansatz der Hülsen werden die Löcher im Gehäuse       etwas eingesenkt.

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Die Hülsen werden von der Zifferblattseite eingepresst.

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Die Hülsen schließen jetzt bündig ab und werden mit einem kleineren Punzen noch etwa 0,1 mm tiefer gedrückt. Dabei schält sich auch der kleine Grat ab, der sich beim einpressen gebildet hat.

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Auch auf der Rückseite liegen die Hülsen ca. 0,1 mm zurück.

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Jetzt noch den Tubus einpressen und eine Anprobe mit der Krone       machen. Passt.

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Und jetzt warte ich auf die bedruckten Zifferblätter. Dann geht’s an die Endmontage.

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