neues Zeigerwerk, Teil 2

Wie versprochen, hier der zweite Teil Diesmal geht es um das neue       Minutenrohr.

Die Minutenrohre drehe ich aus Stahl. Auch hier erst einen Ansatz in der passenden Länge.

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Hier ist Maßhaltigkeit ebenfalls sehr wichtig. Den Zapfen drehe ich leicht konisch, auf 3 mm Länge um 0,1 mm.

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Vorne bekommt der Zapfen noch eine polierte Kuppe. Das Zeigerauge, das später zu sehen ist.

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Dann drehe ich einen zweiten Ansatz.

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Am Ende des Ansatzes säge ich den Zapfen ab.

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Den Ansatz drehe ich ab. Dabei kommt es nicht so auf das Maß an. Hauptsache, die Fläche ist plangedreht.

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Am Ende des Tages habe ich wieder mehr Späne als Teile gemacht.

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Und jetzt kommt die Sache mit dem Konus. Der Zapfen ist von 0,9 auf       1,0 mm konisch gedreht. Die Triebe sind mit 0,95 gebohrt. Nur gebohrt wird meist etwas größer, 0,96 oder 0,97 vielleicht. Das Trieb geht etwa zur Hälfte auf den Zapfen.

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Der Rest wird gepresst. Geht ganz schön schwer bei Stahl auf Stahl. Und der dickere Ansatz ist einerseits als Anschlag gedacht, andererseits vermackel ich nicht den Zapfen.

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Den Ansatz drehe ich dann ab. Durch den Konus kann der Zapfen jetzt nicht nach vorne bzw nach oben aus dem Trieb gerissen werden. Zum Beispiel, wenn man den Minutenzeiger, der ja auch recht fest sitzt, abziehen muss.

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Dann auch hier mit einem Zentrierbohrer die Mitte ankörnen und passend aufbohren.

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Aber nur als Sackloch, die Bohrung soll ja nicht vorne durch das polierte Zeigerauge gehen.

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Dabei gibt es auch mal „Bruch“. In diesem Fall konnte ich den abgebrochenen Bohrer noch „rausprokeln“, manchmal sitzt die Spitze aber auch fest. Gut, dass ich ein paar mehr gemacht habe.

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Da ist mein neues Zeigerwerk. Stundenrad, Minutenrohr und der Lagerstift, den ich in die Grundplatte pressen muss.

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Das Stundenrad hatte ich mit 0,9 aufgebohrt. Es passt noch nicht ganz auf das Minutenrohr

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Mit einer komischen – ääähhh…. konischen Reibahle vergrößere ich die Bohrung, bis das Stundenrad leicht, aber ohne zu viel Spiel auf das       Minutenrohr passt. Das die Reibahle genau den selben Konus hat wie das Minutenrohr ist kein Zufall. 😉

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So passt es. Das erste neue Zeigerwerk ist fertig

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Der Kasten mit vorbereiteten Teilen füllt sich.

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Ein Gedanke zu „neues Zeigerwerk, Teil 2“

  1. Tolles Zeigewerk, ich finde Ihr Projekt großartig. Es gibt wenige Leute in Deutschland, die ihr Handwerk bei Uhren so gut verstehen wie Sie.
    Liebe Grüße,
    Sandra von Havetime

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