Die Endmontage der großen Sekunde

Ich hatte ein paar Probleme mit den Zifferblättern. Bei einigen löste sich die Versilberung. Die waren wohl nicht richtig entfettet worden. Nun ja, kann passieren, ist aber sehr ärgerlich. Also ich habe noch mal 20 Stück neu machen müssen. Die sind nun fertig. Jetzt geht es aber an die Endmontage.

Zuerst werden die Stundenpunkte (Nupsis) eingesetzt. Die Füße sind leicht konisch, damit sie stramm in die Löcher gehen. Von der Rückseite werden die Füße noch etwas vernietet.

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Der Punkt bei 6 Uhr ist nur 0,1 mm hoch. Damit der Sekundenzeiger nicht daran hängen bleibt. Die beiden bei 8 und 4 sind 0,2 mm hoch, die bei 10 und 2 sind 0,3mm und der bei 12 Uhr ist dann 0,4 mm hoch. Dann wird das Blatt montiert (auch dafür habe ich einen speziellen Halter) und es werden die vorbereiteten Zeiger gesetzt.

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Zuerst der Stundenzeiger

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Dann der Minutenzeiger

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In den Sekundenzeiger muss noch das Futter eingenietet werden

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Das Loch im Futter ist zylindrisch gebohrt, der Zapfen ist aber komisch. Ääähhh…. Konisch natürlich. Daher muss ich das Loch noch etwas aufreiben.

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Auch zum Setzen des Sekundenzeigers gibt es einen Halter, bei dem der Zapfen des Sekundenrades von der Rückseite unterstützt wird. Damit ich das Lager nicht rausdrücke.

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Er passt gerade so unter die Triebnietmaschine. Nicht zu tief drücken, der Zeiger muss noch über den Stundenpunkt gehen.

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Dann noch mal eine Kontrolle auf der Zeitwaage

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Diesen Halter aus Aluminium habe ich mir gedreht. Darin liegt das Werk sauber auf und die Zeiger liegen frei.

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Jetzt setze ich das Gehäuse über das Werk und schraube das Werk fest. Die Aufzugwelle hatte ich vorher schon auf das passende Maß 14,2 mm gekürzt.

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Den Halter kann ich auch anders herum verwenden. Als Auflage, um den Glasrand auf zu pressen.

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Als letztes tausche ich Schrauben aus gegen gebläute.

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Nanu, da ist ja eine übrig? Das ist ja wie mit den Socken in der Waschmaschine. Da ist auch immer eine zu viel……..

Ach ja, ich hatte eine mehr gemacht. Als Reserve, falls eine mal runter fällt oder nicht die richtige Farbe annimmt.

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Dann kann der Boden aufgelegt und mit vier Edelstahlschrauben festgeschraubt werden.

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Ein Gedanke zu „Die Endmontage der großen Sekunde“

  1. Guten Tag Herr Nienaber,

    Vielen dank für ihr blog der immer sehr interessant ist.
    Ich habe auch ihr Blog mit ihre Ausstellung mit Munich Time gesehen.
    Ich wünsche Ilnen ein schönes Weihnachten.

    Beste Grüsse aus Belgiën.

    Pascal Dessart

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