das Uhrwerk Teil 2

Weiter geht es mit den Werken. Nach vielen Jahren ist das Öl natürlich hart geworden, die Werke müssen komplett zerlegt werden. Und zwar bis zur letzten Schraube. Nur die Steinlager verbleiben in der Platine. Die nachfolgenden Arbeiten machen den Rubinlagern nichts aus. Dann reinige ich alle Teile gründlich, um das alte Öl zu entfernen. Die Oberflächen der Platinen weisen nur einen einfachen Strichschliff auf, der auch noch in verschiedene Richtungen läuft. Zu der Zeit, als diese Werke hergestellt wurden, gab es noch keine Glasböden. Auch eine Dekoration gab es kaum.

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Einen schönen einheitlichen Schliff möchte ich aufbringen. Dazu werden die Kloben und Brücken auf eine Grundplatte geschraubt. Diese wiederum auf ein winkliges Blech. Der Unruhkloben ist 0,3mm flacher, daher muss er unterlegt werden, um die gleiche Höhe wie der Rest des Werkes zu haben. Auf feinem Schmiergelpapier werden die Teile dann mit einem Schliff versehen. Damit dieser exakt verläuft, führe ich das Blech an einer Leiste. Bei solchen Strich- oder Streifenschliffen sucht man sich üblicherweise die prägnanteste Kante und legt den Schliff dazu im rechten Winkel. Kann man auch anders machen, ich halte mich aber an die übliche Vorgehensweise.

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Die Vernickelung schleife ich dabei natürlich ab. Für eine einheitliche Farbe und damit die geschliffenen Teile nicht anlaufen, schicke ich diese jetzt zum Vergolden. Edelmetallgalvanik (Gold, Silber oder Platin)  mache ich nicht selber. Auch die schmucklosen Aufzugsräder Kron- und Sperrrad möchte ich noch mit einem schönen Schliff versehen. Aber eins nach dem Anderen, das folgt nächste Woche.

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