Geschafft

Jetzt ist auch dieses Projekt (fast) abgeschlossen. Ich habe die letzte Woche auch hart daran gearbeitet. Die Zifferblätter sind zurück vom Drucker, der sich wieder mal sehr viel Mühe gegeben hat. Hier einmal das Klischee für den Schwarzdruck, leider sehr schlecht zu fotografieren.

Rechts daneben liegt das Klischee für den Rotdruck. Und hier das fertige Zifferblatt.

Dann auf das Werk bauen und die Zeiger aufsetzen.

Der kleine Sekundenzeiger erschien mir dann doch etwas zu „mickerig“. Also habe ich etwas kräftigere gemacht, so gefällt mir das wesentlich besser.

Ich habe diese Zeigerform gewählt, weil ich nicht schon wieder eine Fadenform nehmen wollte. Obwohl ich davon noch reichlich habe. Weil sich das Sekundenzifferblatt aber außerhalb des Zifferblattes für Stunde und Minute befindet, kann ich ruhig eine andere Form verwenden. Und eine schlichte Fadenform wird auch irgendwann mal langweilig. Und jetzt noch ins Gehäuse einbauen. Fertig.

Fast jedenfalls. Die nächsten Schritte sind wieder ein Termin im Fotostudio. Dann müssen die Prospekte und der Internetauftritt geändert bzw. erweitert werden. Am Wochenende drehe ich noch ein kurzes Video zu dieser Uhr. Wenn das Video aufgespielt und abrufbar ist, ergänze ich diesen Beitrag noch um den Link.

 

Nachtrag vom 8.5. :

hier wie versprochen der Link zum Video auf YouTube. Den ganzen Samstag habe damit verbracht und noch am Abend eingestellt.

wie versprochen

Hier nun die Auflöung, wie versprochen. Aber nach dem Beitrag letzte Woche ist es wahrscheinlich kein Geheimnis mehr, was ich da in der    Petrischale „ausgebrütet“ habe. Es ist natürlich eine Dezimaluhr. Diesmal eine Taschenuhr mit zwei Zifferblättern. Hier einmal das Original aus dem Jahr 1795.

Solche Uhren wurden hergestellt, um die Umstellung auf die neue Zeiteinteilung zu erleichtern. Obwohl sich der einfache „Bürger“ so eine Uhr bestimmt nicht leisten konnte. Und hier meine moderne Interpretation, noch als reines Funktionsmuster.

Wie bei meinen Funktionsmustern üblich, ist das Zifferblatt noch ein bedrucktes Klebeetikett, die Zeiger sind aus der „Grabbelkiste“ und mit einer Kneifzange einfach auf die passende Länge gebracht. Soll ja erst mal nur funktionieren. Und hier als Erlkönig, schon im Edelstahlgehäuse.

Zum Glück sind dann aber schon die vorgefertigten Zeiger gekommen.

Ich habe dann einen Satz bearbeitet (schleifen, polieren und thermisch färben).  Für den Sekundenzeiger musste ich noch die Futter drehen.

Und dann aufsetzen.

Die Zeiger sind gebläut, die für die dezimale Zeitanzeige im unteren    Zifferblatt nur goldbraun angelassen. Jetzt warte ich noch auf die bedruckten Zifferblätter, um das erste Exemplar endgültig montieren zu können.

Das zweite Projekt ist inzwischen abgeschlossen, die ersten Uhren sind montiert. Einen Termin beim Fotografen hatte ich schon, hier das erst Foto der neuen Uhr.

Ein Video dazu habe ich ebenfalls gedreht und hochgeladen.

https://youtu.be/Ov3VLvQKdnk

 

Nächste Woche geht die neue Uhr dann auf meiner HP online.

na endlich

Endlich sind die Zifferblätter vom Drucker zurück. Die lange Wartezeit lag nicht am Drucker. Das Paket mit den ersten 18 Zifferblättern ist leider verloren gegangen. 🙁  Das ist natürlich sehr ärgerlich, wenn ca. 50 Stunden Arbeit und fast 200 € Fremdleistungen für das Versilbern darin stecken. Wie dem auch sei, hier sind die fertigen Zifferblätter.

Jetzt heisst es: montieren, Zeiger setzten (hatte ich ja schon alles vorbereitet), einschalen, Schrauben noch gegen gebläute austauschen und nächste Woche geht es damit zum Fotografen.

Auch das parallele Projekt, das aus der Petrischale im letzten Beitrag, macht Fortschritte. Die Blätter sind vom Lackieren zurück. Endlich habe ich jemanden gefunden, der das sehr gut macht. Gerade glänzender Lack ist sehr schwierig. Das geht nicht so einfach mit einer Sprühpistole aus dem Baumakt. Diese Fotos wurden während des Lackierens gemacht, ich hoffe, das in der richtigen Reihenfolge zu zeigen.

Fixieren

Grundieren

Lackieren mit 2K- Lack

Und anschließend noch einmal polieren. Da liegt die größte Schwierigkeit, die kleinen Dinger zu halten.

Und hier noch ein Bild, das ich eben gemacht habe

Die Zifferblätter sind recht groß, Ø 42 mm.

Für eine Armbanduhr ungewöhnlich. Aber ich habe mir mal wieder etwas besonderes einfallen lassen. In der Beschreibung steht dann: die moderne Interpretation einer Taschenuhr aus dem Jahr 1795. Ja, es wird eine Taschenuhr. Und die, die meinen Stil kennen, können sich bestimmt schon denken, was da kommt. 1795? Da war doch was???? Und für die anderen: etwas Geduld bitte, mein „Erlkönig“ ist schon fertig, den zeige ich dann im nächsten Beitrag.

mal so „zwischendurch“….

Leider dauert es doch noch etwas, bis ich die Zifferblätter vom Drucker zurück bekomme. Dann mache ich eben etwas anderes. Habe zur Zeit eine „kreative Phase“ und das hier geistert mir schon lange im Kopf rum. Nur: was ist das, was ich da in der Petrischale habe?

Das ist natürlich keine Petrischale, weil aus Plastik. Aber ich bezeichne die so, weil man darin schön etwas „ausbrüten“ kann. 😉

Das Grundwerk soll ein ETA/Unitas 6498 sein, das je eigentlich ein Taschenuhrwerk ist. Für das Funktionsmuster und später auch für einen Prototypen reicht aber ein chinesischer Nachbau. Eine Grundplatte habe ich schon durch falsche Bohrungen versaut.

Projekt abgeschlossen

Nun habe ich alle Uhren montiert. Am Montag noch 2 Stück, gestern dann die restlichen 5 Stück. Das ist immer ein sehr gutes Gefühl: Projekt abgeschlossen.

Der Montagekasten ist leer bis auf ein paar Teile, von denen ich mehr als erforderlich gemacht habe. Es geht immer mal was daneben.

Auch der Gehäusekasten leer bis auf „Restbestände“. Auch vom Gehäuse, Glasrand und Boden habe ich ein paar mehr gemacht.

Aus gutem Grund: bei einem sind mir die Schraubenlöcher etwas verrutscht. Außerdem brauche ich ja vielleicht mal einen Glasrand oder so für den ASS.

Weiter geht’s

Während die Zifferblätter beim Spezialisten sind, bin ich nicht untätig. Ich habe die erforderlichen Teile für die Uhren gemacht. Räder, Hebel, Kloben u.s.w. Die Werke habe ich geschliffen. Dann ging alles zur Galvanik zum vergolden und rhodinieren. Jetzt sind die Teile zurück.

Auch ein paar Zeigersätze habe ich schon fertig.

Und gestern noch die Aufzugräder geschliffen. Darf es etwas mehr sein? Ich dachte, zum Schliff auf den Werken passt das ganz gut. Oder sind das jetzt zu viele Kreise?

Auf das Werk montiert sieht es ja gar nicht so schlecht aus.

Ich hoffe, spätestens nächste Woche die Zifferblätter vom Drucker zu bekommen. In der Zwischenzeit montiere ich die letzten Uhren mit großer Sekunde. Sekundenzeiger hatte ich genug gemacht, aber für Stunde und Minute muss ich noch mal welche machen.

Der letzte Arbeitsgang vor dem Verschließen der Uhr ist der Einbau der Schrauben. Einen Satz habe ich gebläut, der wird jetzt ausgetauscht. Nur die Schraube für den Ankerkloben habe ich schon vorher gemacht, da ich da nicht mehr richtig drankomme.

Wenn alle Schrauben getauscht sind, liegt ein neuer Satz bereit, um abgeschliffen, poliert, gereinigt, entfettet und gebläut zu werden.

Funktion einer Stoßsicherung

Vor einiger Zeit waren in einem bekannten Internetauktionshaus, dessen Name ich jetzt nicht nennen möchte, zwei „Funktionsmuster“ einer Stoßsicherung zu verkaufen. Ich habe kräftig mitgeboten und auch den Zuschlag erhalten.

Ich habe bestimmt zu viel bezahlt, aber ich wollte sie einfach haben. Ich dachte mir, damit lässt sich bestimmt ein schönes Video machen. Heute hatte ich mal etwas Zeit dazu. Und hier ist das Video nun. Wünsche viel Spass beim Betrachten und ein schönes Wochenende.

 

auf ein Neues

Ich hatte im letzten Sommer, als es recht heiß war, mal versucht, einen unbehandelten Bronzeboden zu tragen. Das hat leider nicht gut geklappt. Diese Reinstbronze CuSn10, also ohne weitere Einlegierungen, eignet sich nur bedingt, um direkt auf der Haut getragen zu werden. Trotzdem habe ich einen Auftrag bekommen, zwei Bronzeuhren ohne Goldplattierung zu fertigen. Dafür mache ich dann aber Böden aus Edelstahl. Da ich zuletzt viel Messing gedreht habe, muss erst mal die           Maschine geputzt werden, bevor ich den Stahl einspanne.

 

 

Als erstes drehe ich den inneren Durchmesser auf das passende Maß.

 

 

Da die Späne heiß sind und gerne fliegen, ist eine Schutzbrille unabdingbar. Ebenso ein Gehörschutz, weil es ganz schön Krach macht.

 

 

Und immer mit Schneidöl arbeiten, als Kühlung und Schmierung.

 

 

Dann den äußeren Durchmesser drehen.

 

 

Die Glasfalz, in die später das Saphirglas eingepresst wird.

 

 

Ein Einstich zeigt mir, wo der sichtbare Teil des Bodens endet. Das mache ich nur beim ersten Boden so. Zur Sicherheit. Um den Support passend einzustellen.

 

 

Denn jetzt wird die Schräge an den Boden gedreht.

 

 

Einen kleinen Ansatz lasse ich stehen, dann wird das Werkstück abgestochen.

 

 

Ich mache immer ein Teil mehr als erforderlich, es sind noch einige Arbeitsschritte zu machen, bei denen etwas schiefgehen kann. Einen Boden für ein 40 mm Gehäuse mache ich auch. Habe zwar keine Bestellung dafür, aber es war noch genug Material da. Und man weiss ja nie….

 

 

Als nächstes wird der Teilkopf auf der Fräsmaschine eingerichtet. Das Zentrum ermittele ich mit einer Messuhr.

 

 

Vier Einfräsungen mache ich in den Boden.

 

 

Mit einem Zentrierbohrer markiere ich die Löcher für die Schrauben, mit denen der Boden dann befestigt wird.

 

 

Fertig

 

 

Auf einer kleineren Maschine steche ich eine Nut ein, in der dann der Dichtring liegt.

 

 

Der letzte spanabhebende Arbeitsgang ist die Ausdrehung für das Uhrwerk. Dafür habe ich eine Spannscheibe, auf die der Boden aufgeschraubt wird.

 

 

Soweit hat ja alles gut geklappt.

 

Aber die Werkstatt und die Drehmaschine müssten eigentlich schon wieder geputzt und gefegt werden.

 

 

Die Böden werden jetzt noch entgratet und sehr fein geschliffen. Und dann kommt meine „Lieblings“beschäftigung: das Polieren. Da graut mir schon vor, aber es muss ja gemacht werden.